Blockchain Space Trading

Wie könnte das größte Problem der Blockchain gelöst werden?

Über die Achillesferse der Blockchain

Es ist allgemein bekannt, dass die Blockchain-Technologie keine Lösung für das Teilen großer Datenmengen ist. Da immer größere Datenmengen hinzugefügt und veraltete Daten nicht entfernt werden, entsteht unweigerlich eine sehr große Datenmasse. Aufgrund der begrenzten und vergleichsweise nur langsam voranschreitenden Speicher- und Leistungsfähigkeit unserer Computer werden solche Datenmassen schnell “too much”. Heute hat die Bitcoin-Blockchain eine Größe von ca. 276 GB. Die Größe der Ethereum-Blockchain für sogenannte Full Archive Nodes beträgt mehr als 4 TB. Sog. Ethereum Full Nodes, die nur die Transaktionshistorie speichern, benötigen freien Speicherplatz von etwa 200 GB. Solche Datenmengen sind für einen handelsüblichen Rechner nicht oder kaum handhabbar. Unter diesen Bedingungen konsolidieren sich dezentralen Netzwerke wie Ethereum langfristig zu zentralisierten Netzwerken, bestehend aus wenigen (unbekannten) Parteien, die über die notwendige Hardware zur Verarbeitung dieser Datenmengen verfügen.

Eine Blockchain-Datenbank ist daher “räumlich” und zeitlich in ihren Möglichkeiten begrenzt. Ein Blockchain-Netzwerk, das eine solche Datenbank verwaltet und sich seiner Kapazitätsgrenze annähert, wird langsamer und unattraktiv, während das Interesse an Blockchain-basierten Lösungen zwar hoch bleibt, aber frustriert wird. Solche Entwicklungen müssen verhindert werden, da sie für viele Projekte, die auf dieser Blockchain basieren, erhebliche, gar existentielle Risiken darstellen.

Sog. Blockchain Space Trading könnte eine Lösung für dieses Problem sein. Er könnte dazu beitragen, das Wachstum zu verlangsamen und zusätzliche Zeit für die Lösung des Kapazitätsproblems zu gewinnen.

Was ist Blockchain Space Trading?

Stellen Sie sich die Ethereum-Blockchain als ein Gebäude vor, das begonnen hat, im Boden zu versinken, weil es zu schwer geworden ist. Dieses Gebäude kann nicht höher gebaut werden – es muss stabilisiert werden. Daher ist nun die Idee, darunter zu bauen und so ein festeres Fundament zu schaffen. Dieses nutzbare Fundament bildet eine weitere Blockchain.

Die Blockchain auf der unteren Ebene funktioniert ähnlich wie die Ethereum-Blockchain auf der oberen Ebene, bietet jedoch die wertvoll gewordenen Speicherkapazitäten. Wer auf Grundlage dieser Blockchain entwickeln möchte, muss entsprechenden Speicherplatz erwerben. Dieser Speicherplatz könnte durch den Erwerb von Blockchain-Space-Tokens “auf” der oberen Ethereum-Blockchain erlangt werden. Solche Token können mit Hilfe eines Smart Contracts, der nur eine sehr geringe Menge an Top-Level-Ressourcen erfordert, erstellt und verteilt werden.

Diese Token sind handelbar. Einerseits könnten diese Token das Projekt der Entlastung der Ethereum-Blockchain finanzieren, andererseits könnten handelbare Token es dem Speicherplatzinhaber ermöglichen, diesen “weiterzuverkaufen” oder “unterzuvermieten”. Darüber hinaus könnte der Preis der Token proportional zur Speicherplatzbelegung der unteren Ebene steigen, der ebenso begrenzt ist. Ein Preisanstieg könnte Anreiz sein, sicherzustellen, dass der zusätzliche wertvolle Speicherplatz auch nur für wertvolle Inhalte genutzt wird. So bliebe belastender “Junk” außen vor.

Wenn man bedenkt, dass diese schichtenartige Datenverwaltung nicht nur eine Lösung für die Überlastung einer populären, mit voller Kapazität laufenden Blockchain sein kann, sondern auch eine zukunftsorientierte Art der verteilten Verwaltung von (personenbezogenen) Daten, dann ist der Handel mit Blockchain-Speicherplatz etwas, das Aufmerksamkeit, rechtliche Unterstützung und Lösungen verdient:

Blockchain Space Trading oder vergleichbare Geschäftsmodelle können auf viele verschiedene Arten ausgestaltet werden. Daher unterscheidet sich die rechtliche, insbesondere vertragliche Gestaltung proportional zum Projektdesign. Unter Umständen können Blockchain-Space-Token als Wertpapiere qualifiziert werden und eine Prospekt- bzw. Erlaubnispflicht auslösen. Von einem reinen sog. Utility Token ist eher nicht auszugehen.

Wer heute noch “die Blockchain” als Lösung für die Digitalisierung informationsreicher Prozesse glaubt, sollte sich dringend mit den Mythen und Grenzen der Blockchain-Technologie auseinandersetzen. Hierbei helfe ich gerne.